Doch, doch…

09. 12. 2009 um 20:57 Uhr von ralf

…wir arbeiten.
Ich weiss, ich weiss, das klingt nicht besonders glaubwürdig, aber wir treffen uns immer noch regelmäßig und machen dann auch wirklich Musik. Ich will nicht behaupten, dass wir gerade einen kreativen Rausch hätten, aber nach Monaten der Ideenlosigkeit, treiben wir gerade mühsam zwei Songideen durchs Dorf, die am Ende des üblichen Entwicklungsprozesses hoffentlich fertige Lieder werden.

Beim Thema “Live” sieht es da schon etwas düsterer aus. Wir haben uns dieses Jahr nicht zu Emergenza angemeldet und auch sonst keine weiteren Versuche unternommen, Auftritte zu ergattern. Ich glaube, das liegt zum größten Teil daran, dass wir nicht so recht wissen, wie wir das anstellen sollen, denn insgesamt ist die Auftrittssituation für eine Band unseres Bekanntheitsgrades eher lausig. Dabei handelt es sich um das berühmte Henne-Ei-Problem:

Man meldet sich bei Clubs oder Veranstalter, die dann selbstredent weder von uns gehört haben noch sicher sein können, dass wir ausreichend Leute in ihren Club ziehen, damit das dann anständig die Getränkeverkäufe anheizt. Also sichern sich Veranstalter oder Clubs gerne mit einer Pay-To-Play Klausel ab. Die Band kauft n-Karten dem Veranstalter ab und muss diese dann weiterverkaufen, oder eben auf den Kosten sitzenbleiben. In jedem Fall hat der Veranstalter Einnahmen, die ihm den Abend absichern. Grundsätzlich verstehe ich dieses Vorgehen durchaus, aber praktisch ist das für uns keine Lösung, denn wir können nicht mal eben 300 € vorstrecken, von denen wir dann wissen, dass wir auf dem Grossteil davon sitzenbleiben würden - denn es ist, bei aller Liebe und Zuneigung, so, dass unser Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis uns in den letzten Jahren schon immer sehr fleissig bei allen möglichen Wettbewerben nach Kräften unterstützt hat, langsam aber auch nicht mehr bei jedem Konzert dabei sein möchte.

Ohne Auftritte ist es aber auch schwer, seinen eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, was dann den Kreis schliesst, denn ohne Bekanntheitsgrad findet man nur schwer willige Veranstalter.

Natürlich sind Wettbewerbe wie Emergenza immer wieder eine Möglichkeit, unter fairen Bedingungen aufzutreten. Aber es kann einem auch so vorkommen, dass man sich im Kreis dreht, wenn man nur dort auftritt, und genau das war in den letzten Jahren der Fall. Also schaut man sich um, was esnoch für Möglichkeiten gibt, und so stösst man dann schnell auf eine Art “Gig-Sharing”, das Teilen von Auftritten mit anderen Bands. Es kommt vor, dass eine Band einen Auftritt in irgendeinem kleinen Club oder einer Kneipe organisiert, dann aber den Abend weder selber bestreiten will noch kann. Also suchen sie eine zweite Band, die dann den zweiten Teil der Show übernehmen soll. Soweit so gut. Aber auch hier präsentiert sich der Haken in der Regel bei genauerem Hinsehen: Meistens soll die zweite Band die komplette Ausrüstung stellen oder aber zumindest einen Grossteil davon, oder sie soll sich an den Kosten für den Karten-Vorverkauf beteiligen. Oder beides. Da aber bei diesen Auftritten oft beide Bands gleichermaßen unbekannt sind, bedeuten diese Arrangements eigentlich nur, dass man viel schleppt, Fremde über das eigene Equipment spielen läßt und am Ende doch kaum etwas gewonnen hat, ausser Erfahrung.

Früher hat uns soetwas, glaube ich, viel weniger, wenn sogar garnichts, ausgemacht. Aber mit dem Zeit ist man doch irgendwie älter und damit auch bequemer geworden. Die Frage, die ich mir stelle, wenn sich eine Auftrittsmöglichkeit auftut, ist immer die nach dem “lohnt-sich-das?”. Will ich an einem Freitag nach der Arbeit 200 Kilometer in irgendeinen kleinen Rockerschuppen fahren, vollbeladen mit Verstärkern und Schlagzeug, um eine Stunde vor ein paar gelangeweilten Dorfkiddies zu spielen? Macht es mir immer noch Spass, ein Konzert zu geben, wenn die Leute, die dieser VEranstaltung beiwohnen zu Hälfte aus Pflichtgefühl kommen? Gibt mir das noch den gleichen Kick wie früher, als ich 17 oder 18 war?

Es ist auf jeden Fall anders. Damals, als wir noch klein waren, keine Kinder hatten und irgendwie auch mehr Freizeit, da habe ich mit Freuden jeden noch so unwirklich scheinenden Auftritt mit Freuden wahrgenommen. Wenn ich aber heute in meinen Terminkalender blicke und darüber nachdenke, ob ich da noch irgendwo zwei bis drei Termine für Auftritte im Monat unterbringen könnte, dann muss ich das verneinen. Wenn man es aber nicht schafft, eine entsprechende Auftrittsfrequenz zu erreichen, einfach nur damit der eigene Name immer wieder auftaucht und man irgendwann wahrgenommen wird, dann ändert sich auch nichts an dem Status der unbekannten Band, zu der sich niemand einfach mal so in den Club verirrt. Folgedessen wird sich für uns auch nichts an der “Pay-To-Play” Situation ändern. Wie gesagt, das Henne-Ei-Problem.

Also denke ich über alternative Vertriebswege nach, wie beispielsweise das Internet. Youtube, iTunes pipapo. Hier gibt es Möglichkeiten, sich zu bewerben und auch ohne Auftritte die eigene Musik nach aussen zu tragen. Aber hier ist auch das Angebot so vielfältig, dass es sehr schwer ist, aus der Masse herauszustechen. Trotzdem denke ich, dass es theoretisch möglich ist. Und sollte einem das gelingen, dann klappt es vielleicht auch mit den Auftritten einfacher.

Man könnte jetzt irrtümlicherweise annehmen, dass ich frustriert oder entnervt bin, dass mir die Musik keinen Spass mehr macht oder ich darin keinen Sinn sehe, aber das stimmt nicht. Im Gegenteil. Ich weiss zwar, dass wir nicht die Schnellsten sind, wenn es darum geht, neue Stücke zu schreiben, aber wenn das passiert, dann habe ich meistens einen Ohrwurm im Kopf. In allen Fällen hatte ich ein gutes Gefühl und wenn ich auf unsere Stücke schaue, dann ist das immer noch so etwas wie ein Best-Of. Wir machen so gut wie keine Füllstücke, Beiwerk, Lückenfüller. Zumindest sehe ich das so, und das reicht mir im Moment aus, um gerne zur Band zu fahren und Musik zu machen. Natürlich möchte ich eines Tages eine CD in den Händen halten, die ganze Musik auf einer CD, als Gesamtkustwerk - und ich hoffe, dass wir das auch noch hinbekommen werden. Aber dafür muss ich zur Zeit nicht unbedingt hinaus und live spielen. Ich würde zwar sehr gerne, aber nicht überall und nicht unter allen Umständen…

…Und ich bekomme das eine Riff nicht mehr aus dem Kopf… Verdammt!

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have a break, have a kitkat!

15. 06. 2009 um 14:32 Uhr von thalau

Ralle Rattig hat sich für die nächsten sieben Wochen in den Urlaub verabschiedet. Wir nutzen die Zeit die Aufnahmen für Büärghs! und Alien! zum Abschluss zu bringen. Selbstverständlich erst, nachdem wir uns auch ein paar Wochen Auszeit genommen haben :p.

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Fotos von der dunklen Seite

31. 05. 2009 um 11:13 Uhr von ralf

Am 23.05. hatten wir einen kleinen Auftritt in Berlin Schöneweide, in einem Club namens Darkside. Diesmal zusammen mit Frogcircus, die dafür extra ihre Babypause unterbrochen haben, sowie Markos Zweitband, Maddox2020. Ich habe ein paar Fotos von diesem sehr netten und entspannten Abend rausgekramt und hochgeladen. Damen und Herren, hier entlang…

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07. Mai? Neee…denkste…14. Mai! [UPDATE]

14. 05. 2009 um 09:54 Uhr von thalau

Fido - der Emergenza Orga-Mann - hat angefragt, ob wir am 14.05. anstatt am 07.05. im SO36 spielen können. Eine Band aus dem Lineup am 14.05. würde gerne mit uns tauschen. Da es für uns eigentlich egal ist wann wir rausfliegen, helfen wir natürlich gern und gehen am 14.05. im SO36 auf die Bühne ;).

Band, die du uns nicht namentlich bekannt bist: viel Spaß am 07.05….und schickt uns als Dankeschön ein paar Fans am 14.05. vorbei. Vielleicht sehen wir uns dann ja mal im Finale :D.

[UPDATE] Wir werden dann die Bühne um 22:30h betreten und das Haus rocken, Freunde.

Emergenza Halbfinale am 7. Mai 2009

09. 04. 2009 um 13:37 Uhr von ralf

Ach ja, die eigentlich wichtige Nachricht ist eine andere: Aus welch unerfindlichen Gründen auch immer, sind wir bei Emergenza doch noch ins Halbfinale gerückt und werden so am 7.5.2009 erneut im SO36 zu finden sein. Da es sich doch tatsächlich um das dritte Halbfinale in Folge handelt und mir damit bewusst wird, wie schnell das letzte Jahr verflogen ist, bleibt eigentlich nur eines zu hoffen: Das es genauso viel Spaß machen wird wie die anderen beiden Male zuvor.  Ich hoffe, man sieht sich dort…

30

01. 04. 2009 um 23:20 Uhr von ralf

30. Thalau hat glaube ich “30 Spuren” gesagt als ich fertig war.
Wir haben heute noch 3 Stunden lang Gitarren aufgenommen - Strophen, einen Teil der Bridge, einen Teil des Intros sowie diverse Effektgitarren mit Wah-Wah etc.
Ich bin für dieses Stück mit meinen Aufnahmen eigentlich durch, wenn nicht beim Kontrollhören größere Probleme und Fehler zutage kommen.
Da steckt also sehr viel Arbeit drin, aber bis zum fertigen Song ist es noch ein weiter Weg. Schlagzeug, Bass und Gesang und dann, zu guter letzt, noch der Mix. Das wird sich alles vermutlich bis zum Herbst hinziehen. Aber auf das Ergebnis bin ich jetzt schon neugierig…

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Karten für unser nächstes Konzert gibts inklusive CD

20. 01. 2009 um 22:11 Uhr von ralf

So, ich versuche marketingtechnisch mal etwas völlig anderes:
Wer für unser nächstes Konzert eine Karte bei mir bestellt, der erhält eine CD mit unserer Musik umsonst obendrauf. Auf dieser CD zu finden sind dann ausserdem noch sehr, sehr schmutzige wie perverse Bilder, die wir mit tabulosen Bettlattenmutantenaliens From Outer Space im Proberaum geschossen haben. Wir sind alle nackt. Die Aliens auch (ja, darüber haben wir einen Song gemacht).
Das Zeug ist so exklusiv abartig, dass ich sicher bin, dass man das meistbietend im Internet versteigern kann.
Ob die Musik dabei exklusiv abartig ist oder die Bilder, lasse ich an dieser Stelle dahingestellt, aber eines ist gewiss: Die Musik ist es nicht!

Der Deal läuft wie folgt: Ihr schickt mir eine Mail an (ralf /bei/ laosnet.de) und sagt an, wieviele Karten ihr haben wollt. Weiterhin schreibt ihr mir eure Anschrift, zusammen mit eurem Namen.
Dann schreibe ich euch meine Kontonummer zurück, ihr überweist das Geld (7€ - CD und Porto spendiere ich) und ich schicke euch im Gegenzug die Karten plus CD(s). Solltet ihr ab und an in Berlin Mitte rumhängen, dann können wir uns auch irgendwo mal treffen und ich gebe euch alles in live.
Das nenne ich mal Kundenservice.

So, ich habe noch drei hochwertige CD-Rohlinge. Wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Und die ersten drei Kandidaten bekommen ein Meet And Greet ;-)

ps_ Ich wette, die Nummer wird billig für mich. Wird sich eh keiner melden…

laos live im Whirlpool - UPDATE

12. 01. 2009 um 22:44 Uhr von ralf

Der Termin hat sich verschoben!

Am 14. Februar werden wir u.a. zusammen mit Frogcircus im Maschinenhaus in der Kulturbrauerei spielen.
Weiterführende Infos findet ihr hier.
Karten werden wir Vorverkauf für 7€ abgeben, an der Abendkasse werden dann 10€ fällig.

Wir hoffen auf ein Wiedersehen mit euch…

Emergenza Inventar #777901

18. 12. 2008 um 19:14 Uhr von thalau

Wir nehmen jede Saison mit! Ich denke, 2010 wird’s familiär und wir bringen für die Stagehands in der Wintersaison ‘ne Weihnachtsgans mit auf die Bühne. Vielleicht bekommen wir Marco dazu, ihr den Kopf abzubeißen…aber Moment…das gab’s ja irgendwie schon mit dem kopflosen Getier. Vielleicht lassen wir ihn das Ding dort oben einfach stopfen (näheres dazu ein paar Zeilen unten ;)).

In der Sommersaison wird’s etwas kniffeliger. Wer will uns alte Säcke auf der Bühne schon blank ziehen sehen? Irgendwann finden wir sicher ein paar Nummerngirls. Die werden dann mit der noch verbleibenden Stagezeit (25 Min. / Band inkl. Umbau) um den Hals (Flavor Flav like Riesenwecker, nur eben rückwärts laufend) leicht….nein….UNbekleidet über die Bühne hechten. Damit fangen wir Stimmen…mindestens von den männlichen Singles. Die armen Schlucker, die mit Anhang da sind, dürfen ja die Hand nicht heben :p

In diesem Jahr bekommen allerdings hoffentlich endlich unsere hart erarbeitete Inventarnummer auf’s Gesäß gebrannt. Vielleicht gehen wir irgendwann als “Haufen, der sich immer irgendwie über die Vorrunde rettet - und sei es durch auflösende Mitstreiterbands” in die Annalen (anm. d. Verf.: in die Analen,…nur für die Suchmaschinen) ein. Wir sehen euch am 10.01.2009,…und wehe, da läuft irgendeiner mit unseren Nummerngirls rum!

Karma

08. 12. 2008 um 23:30 Uhr von thalau

Nach fast einem jahr und acht Monaten ist es endlich soweit. Der dritte im Bunde der “was ich schon immer mal in anständiger Qualität für die Nachwelt erhalten wollte” Songs ist am Start. Die wichtigen (und unwichtigen) Bands dieser Welt schreiben und produzieren in der Zeit zwar ganze Alben (die unwichtigen mindestens drei, aber das ist eine andere Geschichte). Wir werden vermutlich trotzdem ein weiteres Jahr und acht Monate damit verbringen Nummer vier aufzunehmen….nochmal aufzunehmen (beim ersten Mal ist ja immer irgendwas)…liegen zu lassen um es dann nochmal aufzunehmen (Komposition verändert)…sacken zu lassen (wer hört schon gerne wochenlang den selben Kram)…Effekte draufzupacken damit es endlich nach Musik klingt (wir können schließlich alle nix!).

Wie auch immer….Laos proudly presents (hier kommt ein Trommelwirbel *trrrrrrrrrrrrrrr*): Karma