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24. 02. 2006 um 13:42 Uhr von thalauBandinfo
Hinter der Band Laos stehen vier Musiker, deren wichtigstes Anliegen es ist die Bühnen der bekannten Welt zu laotisieren, um ihre Show live vor Publikum zu spielen. Diesem obersten Ziel verschreiben sich vier Charaktere, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Ihre vielfältigen Einflüsse begreifen die Bandmitglieder als Chance, neue Ideen zu entwickeln. Dabei entwerfen sie Songs, die ihr Publikum in immer wieder wechselnde Szenarien kränkelnder Gegenwelten entführen, deren Protagonisten unser Verständnis von ererbten Bedeutungen und vermeintlichen Nichtigkeiten hinterfragen.
Der elegische Gesang mit Hang zu expressiven Ausbrüchen, das automatisiert - entmenschlichte Gitarrenverwirrspiel, die multimediale Show ihres hypermotorischen Bassisten sowie die Ausbrüche eines animalisch, Materialschlachten - schlagenden Drummers treiben die Inszenierung dieser Antihelden voran. Diese Band rockt und wird sich garantiert auf einem seiner Konzerte selbst zerstören! Also unbedingt vorher noch mal ansehen!!!
O-Ton der einzelnen Musiker
Marko (Gesang)
“Auf der Bühne erstaunt mich oft, wie sehr man das Publikum mit Show – Elementen für sich gewinnen kann. Witzige Ansagen, Körperhaltung, Bewegung – alles ist wichtig. Musikalische Profession ist absolut notwendig aber nicht selten nur Mittel zum Zweck. Deshalb müssen der Gesang und die Texte perfekt einstudiert sein. Ich sehe meine Aufgabe auf der Bühne vor allem darin, mich von allem zu befreien, um völlig unabhängig mit dem Publikum an die Orte zu reisen, die wir uns vorher ausgedacht haben.”
Ralf (Gitarre)
“Zuerst einmal: Ich kann nicht Gitarre spielen. Aber ich habe ein super Effektgerät, das spielen kann. Wenn mich jemand fragt, was ich für Musik mache, sagen ich immer irgendetwas mit Alternative Rock oder Progressive Rock, nur mit deutschen Texten. Als Einflüsse nenne ich regelmäßig Bands wie Tool, Pearl Jam oder Incubus. Aber je nachdem, wen man von uns fragt, wird man diesbezüglich eine andere Antwort bekommen, denn jeder von uns hat andere Einflüsse. Und das ist ziemlich gut.”
Daniel (Bass)
“Generell ist für mich wichtig, dass die Musik das Trommelfell in Wallung bringt (von mir aus bis hin zum Hörsturz) oder zum Wippen animiert. Das reicht vom Dosenöffner bis hin zum Nasenklopfer, alles eignet sich dafür. Zur Arbeitsweise der Chaoten Laoten kann ich nur folgendes sagen: Am Ende ist es immer anders als am Anfang. Wir können nichtmal ausschließen, dass aus einer Schmusenummer plötzlich ein Punk Rock Song wird. Auf Kritik und Anregungen meiner Bandkollegen reagiere ich stets gelassen mit: Glaub ja nicht DU bist in DER Band!!!“
Thalau (Schlagzeug)
“Unsere musikalische Vielschichtigkeit fordert bei jeder Komposition äußerste Disziplin und Kompromissbereitschaft. Aber es ist nunmal so: wer am lautesten ist, hat immer Recht! Funktionierte schon im Kindergarten. Funktioniert nur leider nicht immer bei Mixern. Von denen gibt es zwei Arten: jene, die mich mögen, weil ich mein Schlagzeug schlage und nicht streichele. Und jene, die in Unruhe geraten, weil sie unsicher werden, wie sie den Rest der Band hinterher Pegeln sollen, ohne das dem Publikum der Schädel platzt. Was für eine Rampensau ich geworden bin merke ich immer, wenn ich mich mit diversen technischen Hilfsmitteln auf unseren eigenen Aufnahmen bändige.”
Band-Biografie
Laos gibt es seit dem Frühjahr 1999, wechselte im Laufe der Jahre diverse male ihre Besetzung und ist seit Ende 2005 wieder dabei, sich neu zu entdecken, nachdem eine Karriere- und Babypause von 2003 bis 2005 dem musikalischen Burn-Out Rechnung trug. Zwischen 1999 und 2003 gab es jedoch so ziemlich alles, was eine kleine Band erleben kann:
Große Konzerte, große Katastrophen, große Gefühle, große kreative Lichtblicke, große Langeweile, große Streitereien, große Fans, große Enttäuschungen, große Lustlosigkeit, große Euphorie, große Frustration, großen Optimismus und letztlich einen großen Knall, nachdem erst einmal Schluss war. Dann, fast drei Jahre später, musste man einsehen, dass es ohne Musik (und damit ohne diese Band) einfach nicht geht, und der harte Kern versammelte sich erneut.
Neun Monate Sängersuche waren irgendwann vorbei, und seit der zweiten Jahreshälfte 2006 gibt es wieder ein vollständige Band, deren Besetzung sich besser anfühlt und anhört, als alle anderen zuvor.
Und jetzt?
Sie wollen auf die Bühne, egal wo, egal wann und egal für wen.
Punkt.
