Emergenza im Knaack…
25. 11. 2007 um 12:32 Uhr von ralfKonzertberichte sind so eine Sache. Ansich passiert nämlich den ganzen Tag über garnichts, man wartet und wartet, macht zwischendurch einen kurzen Soundcheck und sitzt ansonsten nur rum. Und dann beschränkt sich der einzig aufregende Moment des Abends auf die 25 Minuten, die man auf einer kleinen, verrauchten Bühne Faxen machen kann.
Um 16Uhr sind wir vor Ort und um 16:17 sind wir mit Soundcheck dran. Das Ganze dauert vielleicht zwanzig Minuten und so stehen wir um kurz vor fünf da und haben noch viereinhalb Stunden bis zum Konzert, die irgendwie totgehauen werden wollen.
Draussen nieselt es und wir machen uns auf die Suche nach einem Café und landen so letztlich im Waschsalon.
Marko trinkt Tee. Wir anderen “Bit Copa”, irgendein Biermixgetränk und irgendwie bekommen wir hier zweieinhalb Stunden rum.
Zurück im Knaack kommen die ersten Gäste, Freunde, Bekannte und Verwandte und dann läuft das ewig gleiche Ritual ab. Man versucht einfach, mit jedem in Kontakt zu kommen, etwas Smalltalk zu halten, sich zu bedanken, dass man die Mühe der Anreise auf sich genommen hat, um sich dann von 6 Bands massiv bedröhnen zu lassen, nur um für uns die Hand zur Abstimmung zu heben, und dann schreit man die ganze Zeit so gegen den Lärm an, dass man am Ende überhaupt keine Stimme mehr hat. Aber gottlob muss bei uns nur einer singen…
Mit voranschreitender Uhrzeit stellt sich soetwas wie Unruhe ein. Man will auf die Bühne, endlich loslegen, endlich spielen. Der Raum ist nicht allzu groß, dafür aber gut gefüllt, die Organisation, der Sound, das Equipment sind wieder absolut ok, und so freut man sich einfach auf den Gig.
Um 21:30 ist es dann soweit. Schnell alles Zeug auf die Bühne schleppen, während die anderen noch abbauen, selber schnell aufbauen. Für Auf- und Abbau hat man gerade mal insgesamt 5 Minuten Zeit, aber gottseidank auch helfende Hände, wie Ingo, der sogenannten “Stagehand” *g*.
Wir sind an diesem Abend geradezu ausgelassen, zumindest für unsere Verhältnisse. Und es funktioniert alles. Die 25 Minuten sind schnell vorbei, angefühlt hat es sich wie fünf Minuten - bestenfalls.
Am Ende heben im Publikum genug Menschen die Hände, sodass es letztlich für einen vierten Platz und damit fürs Weiterkommen ins Halbfinale reicht.
Damit werden wir dann wieder im Mai 2008 im SO36 mit dabei sein.
Der Abend klingt dann so aus, wie er angefangen hat. Man unterhält sich, trinkt noch was, lauscht den anderen Bands und holt sich insbesondere ein Feedback ein, wie die Musik angekommen ist.
Es war wieder mal sehr nett, ein paar alte Bekannte zu treffen, neue Leute kennenzulernen, und zwischendurch ein wenig zu rocken.
Vielen Dank an alle, die da waren, die Hände gehoben haben und wir hoffen, dass das auch für euch ein netter Abend war ![]()